Offenbach am Main ist mit rund 120.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt in Hessen und liegt im Rhein-Main-Gebiet. Die ursprünglich hugenottisch geprägte Industriestadt war vor allem als Zentrum der Lederwarenindustrie bekannt. Heute ist Offenbach ein wichtiges Dienstleistungszentrum und mit der Hochschule für Gestaltung (HfG) ein Hochschulstandort mit hoher Clusterbildung im Designbereich. Die an Frankfurt am Main grenzende Stadt ist eines der zehn Oberzentren sowie die nach Einwohnern und Fläche kleinste kreisfreie Stadt des Landes Hessen.
Offenbach befindet sich am südlichen und südöstlichen Ufer des Mains am Mainbogen, gegenüber den Frankfurter Stadtteilen Ostend und Fechenheim und östlich der Frankfurter Stadtteile Oberrad und Sachsenhausen. Diese Lage bedeutet, dass die beiden Großstädte mittlerweile ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet bilden. Die Bäche Bieber und Hainbach durchfließen das Stadtgebiet. Offenbach liegt an der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute. Das bebaute Stadtgebiet liegt überwiegend im Norden der Gemarkung, im Süden erstreckt sich ein großes Waldgebiet und der höchste Punkt der Stadt liegt mit 166 Metern auf dem Schneckenberg. Der niedrigste Punkt mit 97 Metern am Mainufer, vor dem Isenburger Schloss.
Offenbach ragt relativ weit nach Frankfurt rein, so dass sich der geografische Mittelpunkt der Nachbarstadt am westlichen Rand des westlichen Stadtteils Bockenheim befindet.
Der Offenbacher Stadtwald im Süden der Stadt dehnt sich über eine Fläche von 1252 Hektar aus. Zu etwa 57 % besteht er aus Kiefer, 28 % Buche, 15 % Eiche und einem Prozent Fichte. Eine Revierförsterei befindet sich am Rand des Stadtteils Bieber, Forstbehörde ist das Forstamt Langen. In der Zeit des Zweiten Weltkrieges wurden im Stadtwald „Scheindörfer“ angelegt, welche die Bombenangriffe von der Stadt ablenken sollten. Bombensplitter in älteren Bäumen zeugen noch heute von zahlreichen irregeleiteten Bombenabwürfen.